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SHK-Betriebe: Aufmaß, Kalkulation, Angebot — der unsichtbare Zeitfresser

8. April 2026·8 min Lesezeit

Dienstagmorgen, 7:15 Uhr. Sie fahren raus zum Kunden — Altbau in der Innenstadt, Badsanierung. Sie nehmen Maße, fotografieren die Leitungsführung, fragen den Eigentümer nach seinen Wünschen. Dann das nächste Aufmaß — Heizungstausch, Baujahr 1978, Wärmepumpe rein.

Mittags im Büro: drei Monteure brauchen Anweisungen. Nachmittags zwei Anfragen von letzter Woche, die Sie nicht geschafft haben. Es ist jetzt Dienstag. Die werden Sie heute Abend machen. Oder am Wochenende. Der Stapel wird nie kleiner.

Warum SHK-Angebote so aufwändig sind

Im SHK-Bereich ist fast nichts standardisierbar. Jedes Gebäude hat andere Gegebenheiten — Leitungsquerschnitte, Raumhöhen, vorhandene Substanz. Dazu die Regulatorik: GEG-Anforderungen, KfW-Förderrichtlinien, Trinkwasserverordnung.

Ein typisches Badsanierungsangebot hat 40-80 Positionen: Demontage, Sanitärobjekte, Armaturen, Fliesen, Vorwandinstallation, Rohrleitungen, Warmwasserführung, Abdichtung, Montage, Entsorgung. Jede Position braucht Material und Arbeit getrennt. Die Materialpreise ändern sich ständig. Die Arbeitszeiten hängen von den Gegebenheiten ab.

Das Aufmaß: Zwei Stunden Fahrt für 30 Minuten Messen

Der Aufmaß-Termin ist nur die halbe Wahrheit. Die andere Hälfte ist die Fahrzeit. Bei einem Einzugsgebiet von 30-40 Kilometer fahren Sie für ein Aufmaß leicht eine Stunde hin und eine zurück. Dazu 30-45 Minuten vor Ort. Zweieinhalb Stunden für einen Interessenten, der vielleicht gar nicht beauftragt.

Das Aufmaß selbst lässt sich nicht vollständig digitalisieren. Aber was danach passiert, muss nicht manuell sein. Wenn die Daten strukturiert erfasst werden, kann die Kalkulation automatisch laufen. Rohrlängen, Formstücke, Armaturen, Arbeitszeit — all das folgt Regeln, die sich in Software abbilden lassen.

Was die meisten SHK-Programme nicht lösen

Es gibt Branchensoftware. Aber sie lösen das Kernproblem nicht: Sie müssen immer noch jede Position manuell auswählen, jede Menge manuell eingeben. Das Programm ist ein besseres Formular, aber kein Automat.

Die Mehrheit der SHK-Betriebe unter 30 Mitarbeitern kalkuliert in Excel oder Word. Nicht aus Unwissenheit, sondern weil die verfügbare Software nicht das tut, was sie am meisten brauchen — nämlich aus einer Anfrage automatisch ein Angebot zu erzeugen.

Genau diese Lücke schließt eine individuelle Angebots-Automation. Kein neues Programm, das Sie lernen müssen. Sondern ein System, das Ihre bestehende Logik abbildet und automatisiert.

Schnellere Angebote bedeuten mehr Aufträge

Im SHK-Bereich gilt: Wer zuerst ein ordentliches Angebot schickt, bekommt oft den Zuschlag. Weil der Endkunde keine Lust hat, drei Wochen auf drei Angebote zu warten.

Wir haben Betriebe begleitet, die ihre Angebotsquote von 25 auf 40 Prozent gesteigert haben. Nicht durch niedrigere Preise. Durch schnellere Angebote. Bei 10 Angeboten pro Woche, 1,5 zusätzlichen Aufträgen und 8.000 Euro Auftragswert sind das 12.000 Euro mehr Umsatz pro Woche.

Das ist keine Theorie. Das ist Mathematik, die auf echten Zahlen basiert.

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